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Siegfried Schönle: Das Schachspiel in den Schriften Jean Pauls
Rolf Littorin:
Cause célèbre i den lilla schackvärlden

 
 
 

 

Siegfried Schönle:
Das Schachspiel in den Schriften Jean Pauls

Jean Paul (Johann Paul Friedrich Richter).
Jean Paul (egentligen Johann Paul Friedrich Richter) föddes 21 mars 1763 i Wunsiedel, Tyskland. Åren 1781 till 1784 studerade han teologi och filosofi i Leipzig, av ekonomiska skäl måste han avbryta sina studier och arbetade 1790 - 1794 som lärare vid elementarskolan i Schwarzenbach tills dess hans författarskap gjorde honom ekonomiskt oberoende. Mellan åren 1798 och 1800 levde han i Weimar där han umgicks med bl.a. Schiller, Herder och Goethe. Han arbetade även som legationsråd först i Meiningen därefter i Coburg och Bayreuth.
Jean Paul avled den 14 november 1825 i Bayreuth.
Jean Pauls betydelse inom estetiken och filosofin härrör sig huvudsakligen från hans "Vorschule der Ästethik" (1804). "Vorschule ..." innebar en föraning om romantikens och den spekulativa estetikens teoretiserande över komikens natur och innersta väsen.
Jean Pauls tes är att det subjektiva vetandet lånats åt objektet, varigenom oförnuftet förallmänligas till en allmängiltig idé- och livsuppfattning. Det väsentliga är en intensifiering av själslivet och svängningarna mellan olika kontrasterande självrörelser - vare sig dessa är är mer affektiva eller intellektuella.
Humorn har hos Jean Paul upphöjts till livsfilosofi. Denna humor, med allvar i botten och komik på ytan, är en blandning av lust- och olustelement: "I Jean Pauls teorier känner sig humoristen befryndad med den värld han ler åt, eftersom hans sublima känslor krossas då den sinnliga världen inte motsvarar idealen. Men där finns också lustkänslor då han känner sig - om än aldrig så litet - klokare än sin omgivning. Frigjord kan han överse med sorgen över världens dårskap." (ur Sthig Jonasson, Vad människan skrattar åt, teorier om det komiska, p. 31, Institutionen för estetik, Uppsala universitet, diss. 1988.)

Das Schachspiel in den Schriften Jean Pauls
Wer mich rein und recht beurteilen will,
muß mich in meinem Ganzen nehmen.

Jean Paul

0. Einleitung
"Eine kostbare Kombination machte die Partie denkwürdig."
Wovon ist die Rede?
Nein, nicht von einem Schachspiel mit seinen im Mittelspiel gewinnbringenden Kombinationen, was nahe gelegen hätte, sondern von dem Tennisspiel zwischen Steffi Graf und Venus Williams im Juli 1999.
Zeigt dieses Beispiel doch, und es ist zahlreich zu erweitern, wie lebendig die Schachsprache ist, wie sehr sie in die verschiedensten Bereiche des allgemeinen Sprachgebrauchs eingedrungen ist und in welchem Maße das über 1000 Jahre alte Schachspiel auch heute noch geschätzt wird.
Ein frühes und buntes Beispiel einer ausdrucksstarken und variantenreichen Schachsprache ist in den Werken Jean Pauls zu finden, der in fast all seinen Texten immer wieder auf die Sprache des Schachspiels zurückgreift und darüber hinaus verschiedene Spielweisen des Schachs in die Handlungen seiner Erzählungen und Romane, seiner satirischen Bemerkungen aufnimmt.
Die Geschichte des Schachspiels, das heutige Fernschach (Briefschach), spielpraktische Theoretiker, den Schachautomaten des Baron von Kempelen kennt er, selbst schachpsychologische und -philosophische Bemerkungen können in den Schriften Jean Pauls nachgewiesen werden.
Dazu ist es sinnvoll, daß die Textstellen aus "Jean Paul´s sämmtliche Werke", die einen Schachbezug aufweisen, in häufig ungekürzter Länge zitiert werden. Damit ist das reichlich vorhandene Sprachmaterial in einer Art Gesamtschau für die Leser ausgebreitet und kann von ihnen kritisch gewürdigt werden, insbesondere durch solche Leser, die "mehr denken als sehen" möchten, aber auch, um sich an der Sprache Jean Pauls zu erfreuen.

I. Jean Pauls Schachbiographie
Wenn sich seine Eltern mit dem Pfarrer an Sonntagen trafen, ging es dem Jungen recht gut, "weil ich wußte, daß sie es für Sünde hielten, mich früher als nach Sonnen-untergang auszuwichsen - weil sie nach dem Abendmahl auch das Mittagmahl bei dem Pfarrer nahmen, und wir folglich das Schachbrett zum Rösselsprung frei hatten". So erinnert sich Jean Paul in den "Flegeljahren".
Nach Walther Harich ist es Kaplan Völkel gewesen, der in Jean Paul die Freude und, wie noch zu zeigen sein wird, das lebenslange Interesse am Schachspiel, genauer wohl auch: an der Sprache des Schachs, weckte. Kaplan Völkel, Philosophie- und Schachlehrer, "pflegte durch eine Partie Schach" den Unterricht mit dem 14jährigen Schüler zu beenden.
Dieser "schwänzt" dann künftig den Privatunterricht, weil es zu einer versprochenen Partie zwischen ihm und dem "Schachlehrer" nicht kam. Jean Paul zeigt sich später überrascht, daß sein Vater ihm das Fernbleiben "schweigend erlaubte".
"[...] aber ich hatte mir wie gesagt, das Schachbret in den Kopf gesetzt und blieb aus ´weg´."
Eine heftige, trotzige und entschiedene Reaktion des 14jährigen Jean Paul gegen seinen "Schachantipoden" und "iezt sind wir nirgends mehr Gegner als auf dem Schachbret."
In einem Brief vom 24. November 1785 schreibt er an Pfarrer Völkel in Schwarzenbach:
"Mir träumte vor einigen Tagen, ich hätte Sie sechsmal aus dem Schachfelde mit meinen Officiers geschlagen. Wenn nun Träume die wirklichen Echos des Wachens sind und der Schlaf nichts als die Geschichte des Tages wiederholet: so hab´ ich Grund zu glauben, daß die geträumten Siege wirkliche zum Voraus sezen und daß Sie nicht so gut spielen als es zuweilen scheint[...]"
Der 22jährige hatte also einen wirklichen Schachgegner, den er über Jahre hinweg mit großem Ehrgeiz auf dem "Schachbret" so bekämpfte, daß ihn dieses spannende Spiel selbst im Traum verfolgte. Andererseits erkennt Jean Paul die besonderen Kräfte eines Traumes, nämlich, daß ein Traum nicht bloßer Reflex des Tages ist, sondern weiß vielmehr von "der Phanthasie des Traumes", daß sie "gern rochiert; und versetzt". Wenn nun der Begriff der Rochade hier im Sinne des Versetzens von König und Turm auf den Traum angewandt wird, der Wirklichkeit und Wunsch versetzt, so ließe sich schlußfolgern, daß der Dichter eben nicht in Wirklichkeit gegen Pfarrer Völkel gewinnen konnte, sondern die häufigen Verluste im Schachspiel nur schwer verschmerzte.

II. Jean Paul und der Schachautomat des Baron von Kempelen
Zu seiner schriftstellerischen Tätigkeit gehört selbstverständlich die Aufnahme und satirische Begleitung gesellschaftlicher Ereignisse, gehört eine der gesellschaftlichen Sensationen des 18. Jahrhunderts, der Schachautomat des Baron von Kempelen. In der "Auswahl aus des Teufels Papieren" (von 1789), dem Bittgesuch "der Spieler und Damen gegen die Einführung der Kempelischen Spiel- und Sprachmaschinen" heißt es:
"Es ist als zu wol bekannt, daß vor einger Zeit zwei sonderbare Maschienen, wovon die eine spielte und die andere sprach, die große Tour durch Europa machten, und in den besten Städten abstiegen. Herr von Kempele leistete beiden Europasfahrern als Spiel- Sprach- und Hofmeister auf ihren Reisen so gut Gesellschaft als er konnte, und machte nicht wie tausend schlechtere Hofmeister ein Geheimniß daraus, daß er seine Eleven selbst gemacht. Indessen konnte doch niemand dazu ein besonderes saures Gesicht machen, da zumal diese Maschienen Jung und Alt durch ihre Uneigen-nützigkeit völlig hinrissen; denn es ist keine Erdichtung, sondern von hundert Zeugen bestätigt, daß sie von den ansehnlichen Summen, die ihnen für ihr Reden und Spielen einliefen, keinen Pfennig für sich behielten, sondern alles ihrem armen Vater, dem Herrn von Kempele ohne Überwindung zusteckten.
Zum Schaden der halben alten Welt gefiel dem letztern diese Schenkung unter den Lebendigen ganz."
Kritik, Satire und Spott mischen sich auch in den folgenden Bemerkungen, aus dem Jahre 1790, zum Schachautomaten und seinem Erbauer, Baron von Kempelen, indem er den "Gewinn", den der Baron aus dieser Europatournee zog, mit einem einzigen Verb treffend beschreibt:
"Aesse H. v. Kempele und seine Schachmaschine; sich noch durch die europäischen Hotels hindurch: so könt´ ich bei ihr hundert Responsa einholen, wo Sie wären und worüber. Die muhamedanische Maschine würde mir doch wahrhaftig mit dem Stäbgen langweilig vorbuchstabieren, was Sie iezt lesen, ob einen Ring - oder den H. Marezoll - oder einen Rokknopf, oder ein Strumpfband oder das vorige Monat dieses Journals?"
Das Pasquil richtet sich natürlich in der Hauptsache an "die schönste Frau in Deutschland", welche Leserin fühlt/fühlte sich da nicht zunächst angesprochen, kritisiert u.a. Zeiterscheinungen der Mode ("Ich hätt´ es ohnehin vor meinen Augen, wenn ichs beichtete, daß Sie Ihren Busen plombieren und einen so schönen Inhaftaten mit Brustwehren von Flor und Drath blokieren." S. 225), aber en passant wird die Schachmaschine in dieser Kritik der Modeerscheinungen "geschlagen".
Wohl bekannt ist ihm dieser Automat schon vor 1785. Seine Schrift [Menschen sind die Maschinen der Engel], etwa 1785 entstanden, zu seinen Lebzeiten nicht veröffentlicht, zeigt seine kritische Distanz zu dem Schachautomaten, in dem sich ein Mensch verbarg, und zu dem Jahrhundert, das auch das der Automaten genannt wurde. Das mechanistische Weltbild seiner Zeit teilte er nicht, betonte ausdrücklich, daß es der Mensch sei, der hinter den Maschinen als Verursacher und Beweger stehe und auch Weltgeschichte bewirke, wie er in seinen Gedanken an D. Viktor ausdrückt:
"Ich konnte den Traum noch mechanischer behandeln; aber mein Genius ruft mir überhaupt zu: Gleich der Schachmaschine; rollet die Weltmaschine mit lauten Rädern um, aber eine lebendige Seele verbirgt sich hinter den mechanischen Schein."
Herauszufinden und zu beweisen, ob der Automat ein rein mechanischer sei oder ob sich ein Mensch in ihm verberge, darüber wurde diskutiert von Professoren der Mathematik, z. B. Carl Friedrich Hindenburg und Johann Jacob Ebert, die der Auffassung waren, es handele sich um einen wahren Automaten. Andere, Lichtenberg, Böckmann und Nicolai sowie der Freiherr Joseph Friedrich zu Racknitz, hingegen meinten, der sogenannte Türke, der Schachautomat, sei ein Betrug deswegen, weil sich mit Bestimmtheit darin ein Mensch verborgen halte.
Ob Jean Paul diese oder andere Schriften seiner Zeit zum Baron von Kempelen bekannt waren, entzieht sich meiner Kenntnis. Nachzuweisen ist lediglich, daß er das "Journal von und für Deutschland" gelesen hat. Er spöttelt und amüsiert sich über die dort gemachte "Bekanntmachung" der Schrift Adam Gottfried Wetzels:
"Es ist mir übrigens recht gut <so gut als iedem> bekant, daß unbedeutende Publizisten in Regenspurg ein sehr schmales Traktätgen könte[n] drucken lassen, worin man die Maschinenhaftigkeit unserer Staaten ganz gut bestritte und sich nichts daraus machte, am Ende auf den Saz zu fallen, daß einige von ihnen gleich der Schachmaschine des Kempele; ihre unzähligen Räder, Walzen, Gewichte und Rollen wirklich blos zum Spas und Schein und dazu hätten, um eben zu verbergen, daß ein Kind allein die Hand im Spiele habe: allein da in beiden die Räder und alle Gelenke einer Maschine, obgleich ohne Nuzen, doch da sind, so beweiset der Einwurf ia nicht, daß sie keine, sondern hoffentlich nur daß sie elende Maschinen sind."
Manches kann man vielleicht Jean Paul nachsagen, aber nicht, daß er dem sogenannten "Zeitgeist", dem mechanistischen Weltbild aufgesessen sei. Auch wenn sich in der Maschine kein "Kind" befand, so bleibt er bestimmt bei seiner Meinung, daß sich eine "Seele", eine menschliche, verberge. Die Welt, der Staat und die Menschen sind eben nicht "seelenlose" Maschinen und gegen die Unfreiheit im absolutistischen System und des höfischen Lebens seiner Zeit setzt er auf sich selbst bestimmende Menschen. Die alten Staaten seien noch "Staatseelen"gewesen, kritisiert er unter Bezug auf den "Staatkörper" in seiner "Frieden-Predigt an Deutschland gehalten", bedauert den politisch gewollten und durchgesetzten Verzicht auf "jedes Frei-Geistige"
"alles dieß, was dem Deutschen Reichkörper so wenig Reichseele [...] eingeblasen und was ihm so sehr alle Einheit des Lebensgefühls genommen [...] alles dieß, womit sich, was das deutsche Reichkabinett zu einem Modellkabinett von Maschinen macht, und selber die Maschinengötter wieder zu Maschinen und den Staatherren zu einem hölzernen Kempele´s Schachspieler; der lebendige Unterthanen auf dem Schachbrete seines Territoriums ruhig hin und wieder stellt und zieht - alles, womit wir dem Vogel Strauß ähnlich wurden, [...] dieses Deutschen-Uebel werden die Beispiele und die Folgen der Zeit, und die Nähe und die Einwirkung einer im politischen Leben so begeisterten Nazion (gemeint ist die französische, d. Verf.), wie wir im dichtenden, zu brechen dienen."
Auch hier der Rückgriff auf die Sensation des ausgehenden 18. Jahrhunderts - den Schachautomaten des Baron von Kempelen.
Wie aktuell noch im Jahre 1999 zu lesen, in dem die mangelnde "Einheit" zwischen Ost- und Westdeutschland beklagt wird. Deutlich zeigt sich an dieser Stelle der Aufklärer Jean Paul, mit dem man auch heute noch gegen die alles dominierende kapitalistische Rationalität argumentieren könnte.

III. Schachgeschichtliches im Werk Jean Pauls

Es ist nach den bisherigen Bemerkungen nicht sehr verwunderlich, daß Jean Paul in der "Unsichtbaren Loge": Erster Sektor. Verlobung-Schach, seinem 1793 erschienenen Roman, in einer wohlbekannten und ausführlichen Textpassage in vielfältigster Form sowohl auf die Traditionen wie auch die Formen des Schachspiels eingeht.
Sie sei hier, wegen ihres besonderen schachlichen Gehalts, ausführlich zitiert:
"Meines Erachtens war der Obristmeister von Knör blos darum so unerhört aufs Schach erpicht, weil er das ganze Jahr nichts zu thun hatte als Einmal darin der Gast, die Santa Hermandad und der theure Dispensazionbullen-Macher der Wildmeister zu sein. Der Leser wird freilich noch von keiner so unbändigen Liebhaberei gehört haben, als seine war. Das Wenigste ist, daß er alle seine Bediente aus dem Dorfe Strehpenik verschrieb, wo man durch das Schach so gut Steuerfreiheit gewinnt als ein Edelmann durch seinen sächsischen Landtag, damit er (obwol in anderem als katonischen Sinne), eben so viele Gegner als Diener hätte - oder daß er und ein Oberysselscher Edelmann in Zwoll mehr Postgeld verschrieben als verreiseten, weil sie Schach auf 250 Meilen nicht mit Fingern sondern Federn zogen - Auch das kann man sich gefallen lassen, daß er und die Kempel´sche Schachmaschine Briefe mit einander wechselten und daß des hölzernen Moslems Konviktorist und Adjudant, Hr. v. Kemple, ihm in meinem Beisein aus der Leipziger Heustraße im Namen des Muselmanns zurückschrieb, dieser rochiere - Man wird seine Gedanken darüber haben, daß er noch vor 2 Jahren nach Paris abfuhr, um ins Palais Royal und in die Sociéte du Sallon des Echecs zu gehen und sich darin als Schachgegner niederzusetzen und als Schachsieger wieder aufzuspringen, wiewol er nachher in einer demokratischen Gasse viel zusehr verprügelt wurde, da er im Schlafe schrie: gardez la Reine - Blos frappieren kann´s einen und den anderen, daß seine Tochter ihm nie einen neuen Hut oder eine neue Soubrette, die ihn ihr ansteckte, anders abgewann als zugleich im Schach - - Aber, darüber wundert und ärgert sich alles was mich lieset, Leute von jedem Geschlecht und jedem Alter, daß der Obristmeister geschworen hatte, seine Tochter keiner andern Bestie in der ganzen Ritterschaft zu geben, als einer, die ihr außer dem Herzen noch ein Schach abgewänne - und zwar in sieben Wochen.
Sein Grund und Kettenschluß war der: "ein guter Mathematiker ist ein guter Schachspieler; also dieser jener - ein guter Mathematiker weiß die Differenzialrechnung zehnmal besser als ein elender - und ein guter Differenzialrechenmeister versteht sich so gut als einer aufs Deployieren und Schwenken und kann mithin seine Kompagnie (und seine Frau vollends) zu jeder Stunde kommandieren - und warum sollte man einem so geschickten, so erfahrnen Offizier seine einzige Tochter nicht geben?
- Der Leser hätte sich gewiß sogleich ans Schachbret; gesetzt und gedacht, der Zug einer solchen Quaterne aus dem Brete wie die Tochter eines Obristmeisters ist, sei ja außerordentlich leicht; aber er ist verdammt schwer, wenn der Vater selbst hinter dem Stuhle passet und der Tochter jeden Zug angibt, womit sie ihren König und ihre Tugend gegen den Leser decken soll. [...]
Ob man gleich in jedem Falle Teufelsnoth mit einer Tochter hat, man mag Abonennten an sie anzulocken oder abzutreiben haben: so hatte doch Knör bei der Sache seinen wahren Himmel auf Erden - unter so vielen Rittern, die sämtlich seine Ernestine bekriegten und verspielten. [...]
Aber ich und der Leser wollen über die ganze spielende Kompagnie wegspringen und uns neben den Rittmeister von Falkenberg stellen, der bei dem Vater steht und auch heirathen will. Dieser Offizier - [...] Er haßte nichts so sehr als Schach und Herrnhutismus; indessen sagte Knör zu ihm, "Abends um 12 Uhr fingen, weil er so wollte, die sieben Spiel-Turnierwochen an, und wenn er nach 7 Wochen um 12 Uhr die Spielerin nicht aus dem Schlachtfelde ins Brautbette hineingeschlagen hätte: so thät´ es ihm von Herzen leid, und aus der achtjährigen Erziehung brauchte dann ohnehin nichts zu werden,"
Die ersten 14 Tage wurd´ in der That zu nachlässig gespielt und - geliebt. [...]
Wenn die beiden jungen Leute am Schachbret; saßen, das entweder ihre Scheidewand oder ihre Brücke werden sollte: so stand der Vater allemal als Marqueur dabei; es war aber wirklich nicht nöthig - nicht blos weil der Rittmeister so erbärmlich spielte und seine Gegenfüßlerin so philidorisch; auch darum nicht, weil ihr die weibliche Kleiderordnung ohnehin verbot, matt oder verliebt zu werden (denn am Ende kehren Weiber und Ruderknechte allzeit eben den Rücken dem Ufer zu, an das sie anzurudern streben) - sondern aus einem noch sonderbarern Grunde war der Auxiliarforstmeister zu entrathen: die Ernestine wollte nämlich um alles gern schachmatt werden und eben deswegen spielte sie so gut. [...] in fünf Wochen konnte der Werbeoffizier nicht Einmal sagen: Schach der Königin. Die Weiber spielen ohnehin dieses Königspiel; (wie andre Königspiele) recht gut [...]
Wäre die Liebe des Rittmeisters von der Art der neuern gigantischen Liebe gewesen, [...] so wäre das Wenigste, was er hätte thun können, das gewesen, daß er auf der Stelle des Teufels geworden wäre; so aber wurd´ er blos - böse, nicht über den Vater, sondern über die Tochter, und nicht darüber, daß sie das Schachbret; nicht zum Präsentierteller ihrer Hand und ihres Herzens machte, oder daß sie gut gegen ihn spielte, sondern darüber, daß sie so sehr gut spielte. So ist der Mensch, und ich ersuche den Menschen, meinen Rittmeister nicht auszulachen. Freilich - hätt´ ich die weiblichen Reize und die Rolle Ernestinens gehabt und hätt´ ich ihn, indess er seine Kontraapproche aussann, ins betretne Gesicht geschauet, auf dessen gerundetem Munde der Schmerz über unverdiente Kränkung stand, der so rührend an Männern von Muth aussieht, sobald ihn nicht die Gichtknoten und Hautausschläge der Rache verzerren: so wär´ ich roth geworden und wäre wahrhaftig gerade zu mit der Königin (und mir dazu) ins Schach hineingefahren: denn was hätt´ich da geliebt als strenge Selberbüßung?"
Ernestine schreibt nun Briefe an eine Freundin
S. 21:
"Da ich durch das Ehepaar, von dessen Verlobung durch Schach und Katze wir sämmtlich zurückkommen, mir in 9 Monaten den Helden dieses Buches abliefern lasse: [...]"
S. 23:
"Allein da ich mich gestern zum Unglück mit dem Vorsatze ins Bett legte, heute morgen das Schach- und Ehepaar; mit drei Federzügen aus dem Brautbette ins Ehebette zu schaffen, das 19 Stunden davon steht, nämlich im Falkenbergischen Auenthal - [...]"
S. 28f, Dritter Sektor oder Ausschnitt.
"Jetzo geht erst meine Geschichte an; die Szene in Auenthal oder vielmehr auf dem Falkenbergischen Bergschlosse, das einige Ackerlängen davon lag. Das erste Kind der Schachamazone; und des sterbenden Fechters und Rittmeisters im Schach, war Gustav, welches nicht der erhabene schwedische Held ist, sondern meiner. [...]
Der Leser muß nämlich aus seinem ersten Sektor noch im Kopfe haben, daß die herrenhutisch gesinnte Obristforstmeisterin von Knör ihre Tochter Ernestine nur unter der Bedingung sich selber durch das Schach ausspielen ließ, daß der gewinnende Bräutigam in den Ehepakten verspräche, das erste Kind acht Jahre unter der Erde zu erziehen und zu verbergen, um dasselbe nicht gegen die Schönheiten der Natur und die Verzerrungen der Menschen zugleich abzuhärten."
Der Obristforstmeister von Knör scheint dem Schachspiel verfallen zu sein. Er will seine Tochter nur demjenigen zur Frau geben, der diese im Schach besiegt. Dies gelingt dem Rittmeister von Falkenberg in einem mehrere Wochen andauernden Schachkampf nicht, da dieser das Schachspiel haßt. Ernestine, die Tochter des Obristforstmeisters, verliebt sich in den Rittmeister und mit Hilfe einer List gelingt es ihr, den Rittmeister "aus dem Schlachtfelde ins Brautbette" hineinzuspielen. Jean Paul greift in dieser Szene, dem Spiel zwischen Mann und Frau oder um eine Frau - um die Ehe, die Liebe zur Frau auf eine bis ins Mittelalter zurückgehende literarische Tradition zurück, daß der Mann als Schachsieger zum Lohne die Dame, die Frau heiraten dürfe. So sollen, der Legende nach, der Ritter Garin de Montglane und die Königin Galienne am Hofe Karls des Großen miteinander Schach gespielt haben. Die Königin verliebte sich in Garin, dieser jedoch verschmäht ihre Liebe. Daraufhin soll der Ritter mit Karl dem Großen Schach spielen - verliert er, so verliert er auch den Kopf, gewinnt er, so auch die Krone und die Königin.
Schachhistorikern und auch Schachspielern ist heute noch, ähnlich wie Jean Paul, das Schachdorf Ströbeck im Harz bekannt. Auch dieses damals wie heute berühmte Schachdorf verwendet Jean Paul, um den Vater von Ernestine als einen durch und durch dem Schachspiel verfallenen Menschen zu beschreiben, da sogar seine Bediensteten aus diesem Dorf herkamen, nicht so sehr, um Diener zu haben, sondern vielmehr sah er in ihnen würdige Schachgegner ganz nach seiner Wahl:
"Das Wenigste ist, daß er alle seine Bediente aus dem Dorfe Strehpenik verschrieb, wo man durch das Schach so gut Steuerfreiheit gewinnt als ein Edelmann durch seinen sächsischen Landtag, damit er (obwol in andrem als katonischen Sinne), eben so viele Gegner als Diener hätte - [...]"
Ob der Dichter von diesem berühmten Dorf "Strehpenik" aus eigener Anschauung auf seinen Reisen, aus Erzählungen oder aus Zeitschriften der Zeit Kenntnis erhalten hatte, ist unbekannt.

III.1. Briefschach
Obristmeister von Knör, dieser Schachenthusiast, spielte auch mit Gegnern, die räumlich von ihm getrennt waren, und zwar mit einem Oberysselschem Edelmann aus Zwolle, "weil sie Schach auf 250 Meilen nicht mit Fingern sondern Federn zogen". Diese nach heutigen Begriffen gespielte Fernschachpartie kostete die beiden Spieler, Jean Paul übertreibt hier, indem er ironisch anmerkt, mehr als das Reisegeld, was sie wohl benötigt hätten, um sich direkt gegenüber zu sitzen. Aber nicht nur das, von Knör spielte auch Briefschach mit dem Schachautomaten, der, dem Text zufolge, in Leipzig in der Heustraße gestanden haben soll. Dem Schachspieler Jean Paul ist scheinbar auch der Zug des Automaten bekannt: "dieser rochiere", also der unter bestimmten Bedingungen erlaubte Wechsel von König und Turm (0-0, nach heute gebräuchlicher Notation). Es ist unwahrscheinlich, daß sich der Dichter hier an historische Fakten hält.
Der dem Dichter bekannte Johann Jakob Wilhelm Heinse (1746 - 1803), dieser schrieb u.a. "Ardinghello und die glücklichen Inseln", hat mit seinem Freund Friedrich Maximilian Klinger offensichtlich im Jahre 1777 Briefschach gespielt, was, vorsichtig formuliert, darauf hindeutet, daß das Briefschach einigen Literaten des 18. Jahrhunderts, u.a. Jean Paul, wohlbekannt gewesen sein muß.
Ein Freund des Briefschachs scheint Jean Paul im Gegensatz zu seiner literarischen Figur von Knör nicht gewesen zu sein. In einem Brief an Pfarrer Vogel in Rehau, geschrieben in Hof, 26. Juli 1783, erteilt er dem Pfarrer unmißverständlich eine Absage auf dessen Wunsch hin, mit ihm doch Schachzüge durch Briefe zu wechseln.
"Warum wolten wir, gleich gewissen holländischen Kaufleuten, durch Briefe Schach spielen und uns der Unbequemlichkeit aussezen, erst durch die Post erfaren zu können, wie der Gegenpart das neuliche Schach dem König ausparirt habe, da wir den Spas an Einem Tische vornemen können. - Freilich wird durch Briefe das Spielen erleichtert, aber auch verlängert."
Dieses sein Lieblingsspiel wünschte der Dichter, nach Walther Harich, nur mit einem persönlich anwesenden Partner zu spielen. Vielleicht fehlte es ihm aber auch an der Geduld zur Analyse einzelner Züge, die das Fernschachspiel (ein Antwortzug hat in der Regel drei Tage Zeit, die Postlaufzeiten nicht mitgerechnet) ermöglicht und fordert.
Über die Spielstärke Jean Pauls teilt W. Harich mit, daß "er es auch später darin zu keiner besonderen Fertigkeit brachte".

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© Siegfried Schönle 2002   Åter till artikelns början

Rolf Littorin:
Cause célèbre i den lilla schackvärlden

Vintern 1913-14 företog en viss schackmästare Albin en simultanturné i Sverige, bl.a. gästades Stockholm, Göteborg, Eskilstuna, Linköping, Borås, Helsingborg och Lund.
I Hans-Åke Cedersunds nyligen utkomna förnämliga monografi "Linköpings Allmänna Schacksällskap 1901-2001" finns på s. 63 ett gruppfoto från den 14 januari 1914 visande ett antal mestadels äldre herrar samt en yngre stilig, mörkhårig mustaschprydd, elegant klädd man med stärkkrage, vitt skjortbröst, sidenkravatt, styva manschetter och armband kring handleden - av bilden att döma en äkta dandy i ledig, självsäker pose.
Enligt minnesskriften hade man fått "...en celeber gäst, en viss professor Albin från Wien. Man kan naturligtvis spekulera om det verkligen var den Albin vi känner från motgam-biten som bär hans namn och som var från Wien. Det som gör oss tvekande kring mannens identitet är att motgambit-Albin föddes redan 1848 ...". Inga ytterligare uppgifter om denne Albins gästspel i Linköping står att finna i minnesskriften. Vi återkommer senare till frågan om hans rätta identitet.
Härnäst dyker denne Albin upp i en notis i Göteborgs Handels- och Sjöfarts-Tidning den 28 januari 1914. Det är tidningens schackredaktör, Joel Fridlizius, som i ett s.k. brevlådesvar till signaturen Vetus skriver: "Professor Albin", som under en månads tid gästat skilda schackklubbar här uppe i Skandinavien, lär vara en son till den gamle schackmästaren Albin i Wien, känd bl.a. genom flera intressanta öppningsvarianter, som bära hans namn. Vad den unge är "professor" i, veta vi verkligen inte, men schack tycks det åtminstone inte vara, ty i Stockholm besegrades han grundligt av hr Nyholm och lär sedan ej haft vidare lust att spela enkelpartier. Det var på tal, att han i vår goda stad (Göteborg) skulle gett uppvisning inom gamla Schacksällskapet, men då dettas medlemmar ännu hade i friskt minne hur svårt Marshall, Amerikas champion, haft att reda sig här, ville Sällskapets styrelse klokt nog ej utsätta schackvärlden för vådorna av en simultanföreställning" . (not 1)
Joel Fridlizius (1869-1963), GHTs schackredaktör, till yrket folkskollärare, var ett stort namn i det tysta i den svenska schackhistorien, internationellt berömd problemist och domare, en objektiv och sansad person - som spelare Lkänd bl.a. för sin seger över Aljechin i Stockholm 1912 - av många i början av seklet betraktad som ett världsmästarämne.
Av sina schackkolleger i Stockholm hade Fridlizius sannolikt underrättats om att Albins framgångar där varit mycket begränsade, vilket kanske är förklaringen till att denne och hans simultanturné genom Sverige inte med ett ord finns omnämnd i Tidskrift för Schack. Det kan även förklara Fridlizius rätt syrliga uttalanden i brevlådesvaret i GHT den 28 januari.
I Helsingborgs Dagblads schackspalt den 1 februari 1914 var det Fridlizius tur att bli påhoppad. Schackredaktören H. Östberg skriver:
"Vid sista Trebitschturneringen eröfrades 6:te priset av den 68-årige A. Albin, fader till prof. Albin, som f.n. gästar Sverige."
"Prof. Albin spelade den 20 dennes i Borås mot 33 spelare. Resultatet: +24 -1 =8. Hr Albin, som sistlidne torsdag i Lunds schackklubb spelade tolv simultanpartier och efter ej fullt två timmars spel ernådde +10 -1 =1, afreste i fredags till Södern."
"Under sin turné i Sverige har hr Albin gästat 10 olika schackklubbar och vid sina simultanuppvisningar ernått det vackra resultatet +161 -30 =41. Anmärkas bör, att i de tvenne uppvisningarna i Stockholm deltogo hufvudstadens allra bästa spelare, såsom Nyholm, Englund, Löwenborg m.fl. och likväl ernådde hr Albin vid dessa uppvisningar +26 -14 =15. Synnerligen vackert var resultatet i Eskilstuna, där eskilstunaborna blott kunde inregistrera tre vinstpartier efter fyra timmars spel. Mot samma spelare förlorade Tarrasch 8(!) partier efter 8 1/2 (! !) timmars spel.
"Vid sin afresa från Sverige ber prof. Albin att till samtliga svenska schackvänner få uttala sitt hjärtligaste tack för den stora älskvärdhet och välvilja, som kommit honom till del i 'förbudslandet' Sverige." (not 2)
"Den 'skandinaviske mästaren' Joel Chronskoug är ej nöjd med prof. Albins prestationer i Sverige. Han bör kanske erinras om de tvenne enskilda förlustpartier han spelade mot Albin, som även i simultanuppvisning med stor lätthet besegrade nämnde Chrounskoug. Man förstår lätt hvarför hr Chronschoug ej är nöjd med Albin!!"
Påståendet att Stockholms "allra bästa spelare såsom Nyholm, Englund, Löwenborg m.fl." skulle ha deltagit i Albins simultanuppvisningar får troligen tas med en nypa salt (jfr GHT-spalten 28 jan "... ty i Stockholm besegrades han [Albin] grundligt av hr Nyholm och lär sedan ej haft lust att spela enkelpartier. "
"Joel Chronskoug" (även"Chronschoug", stavningen varierar i schackspalten), detta smädenamn, som avser att likställa Fridlizius med den i August Bondesons riksbekanta parodi "Skollärare John Chronschoughs memoarer" (1897-1904) "kvasilärde uppkomlingen som prålar med halvkulturens fernissa, dumdryg, pedantisk, i sin småförträfflighet och självgodhet totalt utan humor", tyder på att redaktör Östberg i Helsingborgs Dagblad hade ett horn (ett ganska spetsigt sådant) i sidan till Fridlizius.
En som däremot tog parti för Fridlizius var sekreteraren i Skånes Schackförbund, den kände studiekompositören Gustaf Ling. Han sände Östbergs schackspalt till Fridlizius med följande handbrev:
"Lund den 1/2 1914
H. Herr J. Fridlizius!
Edra uttalanden om "schackmästaren" Albin i sista schack spalten i GHT ha fallit i god jord, hvilket synes af medföljande tidningsurklipp (Östbergs schackspalt 1 feb i HD). Jag har tagit mig friheten att sända Eder blasket för att Ni, om Ni öfverhufvud vill befatta Eder därmed, må bli i tillfälle att omedelbart åthuta denna blandning af dumhet och perfiditet.
Högaktningsfullt G. Ling" (not 3)
Parallellt med Östbergs påhopp mottar Fridlizius en salva från Albin själv i ett på tyska avfattat handbrev:
"Grand Hotel Lund Lund den...191...(ca 1 feb 1914)
Herr Fridlirius!(sic)
En god vän gav mig nyss ett tidningsklipp som visar vilken eländig bakdantare Ni är. I Göteborg spelade jag många individuella partier, som jag också vann, och den-[oläsligt ord]) skandinaviske mästaren förlorade ju fyra partier!!
Era stympare, man kan ge er allihop torn i förgåva, och mot Er själv hade jag ju torn mera när jag gav simultan, storskrävlare där!
Om Ni hyste några tvivel beträffande min person, varför sa Ni inte det genast så att jag kunde ha gett Er ett par ordentliga örfilar!
Ert handlingssätt gentemot mig, som för 15 kronor spelade med herrarna hela kvällen, är en nedrig människas, inte värdigt en folkskollärare.
Jag är professor i språk!!! och tillräckligt stark schackmästare för att ta mig an Göteborgs schackstympare!
Tacka Gud för att jag inte är i Göteborg nu och kan ta itu med Er för Era ärekränkande skriverier.
Om Ni vill, får Ni gärna publicera de här raderna.
Prof. Ad. Albin, Jun." (svensk översättning av Rolf Littorin) (not 4)

 
M. Adolf Albins rasande brev till Fridlizius.
 

Albins brev (liksom Lings) befinner sig i original mina samlingar. Det hör visserligen hemma i schackets kuriosakabinett men det skulle ändå vara intressant att få veta vem denne Albin verkligen var, och vem som bjudit in honom till Sverige och organiserade hans turnerande här.
I TfS finns, som sagt, ingenting om Albin och hans turnerande i Sverige 1913-14. Gaiges "Chess Personalia", som i många fall listar även mindre stjärnskott på schackhimlen, upptar blott den kände Adolf Albin (1848-1920). Bachmanns och Ranneforths årsböcker för 1913-14 ger ingen ledning. Inte heller Wiener Schachzeitung och Deutsche Schachblätter. Men i Deutsche Schachzeitung 1914, s.93, omnämns en Max Albin som utom tävlan deltagit i Barcelonamästerskapet 1912 och tagit 22 1/2 p. av 26 möjliga före förste pristagaren Dr Puig på 18 p. Samma uppgift återfinns i Deutsches Wochenschach 1913, s.399, där Albins förnamn skrivs Max A. Albin, och 1914 s. 126, där en "Adolf Albin jr" givit simultan i schackklubben i Landau i.Pfalz.
Det mesta synes tyda på att vår 1913-14 Sverigeturnerande Albin hette Max Adolf Albin och var son till Altmeister Adolf Albin (1848-1920) i Wien.
Ef ter Östbergs påhopp och Albins handbrev återkommer Fridlizius i sin schackspalt i GHT den 11 feb 1914 dels i svar till Östberg, dels i svar till signaturen Vetus.
Till H. Östberg, Helsingborgs Dagblad: " Vi ha blivit uppmärksamgjorda på att Ni i Eder schackspalt av den 1 dennes behagar hedra oss med en notis vars oerhörda smaklöshet blott kan överträffas av dess märkliga brist på sanning. Att "professor Albin" varit här i staden, erhöllo vi kännedom om först efter hans avresa. Vi har aldrig sett honom, ännu mindre växlat partier med honom, och allra minst förlorat några. Eder "notis" förefaller oss ur alla synpunkter obegriplig. Visserligen lär det höra till god ton hos oss svenskar att tacksamt beundra allt utländskt, men i vårt tycke går det dock för långt, när vi visa oss mera 'utländska' än utländingarna själva."
I svaret till Vetus fortsätter Fridlizius: "Det gläder oss att Ni senterade vår skämtsamma maning till Göteborgs schacksällskap. Ty det flyttar sig inte! Av ekonomiska skäl, även om själve världsmästaren Lasker visade sig på arenan. Men nu var det inte Lasker utan blott professor Albin, som vi inte trodde vara "professor i schack". Emedan vi inte visste, om han ens var "schackmästare". Fast vi nu veta det, enär han själv sagt det. Visserligen inte var han fick mästar-titeln, ty sådant är oväsentligt, men att han är "Schachmeister genug um gegen Göteborgs Schachstumper zu spielen" (tillräckligt stark schackmästare för att ta mig an Göteborgs schackstympare). Och liknande ännu större älskvärdheter på tyska, som inte ens en svensk realskoleelev bör skriva. Även tyskan. Trots det emfatiska: "Ich bin Sprach-Prof essor!!!". Vilket sistnämnda vi förut inte betvivlat, då vi blott voro djupt okunniga. En brist, som genom hr Albins dyrbara handbrev nu är lyckligen avhjälpt."

Tack
Ett särskilt tack till Peter Holmgren som spårat upp schackspalterna i de lokala tidningarna.

Not 1. Beträffande Albins professorstitel anmärkes att "Professor" ännu idag är den vanliga titeln i Österrike för en läroverksadjunkt. Motsvarigheten till vår svenska professorstitel är i tyskt språkbruk "Universitätsprofessor".
Not 2. "Förbudslandet" avser säkerligen den dåvarande svenska rusdryckslagstiftningen med snäva utskänkningsbestämmelser.
Not 3. Gustaf Ling (1887-1952), lundaakademiker, var tillsammans med Simon Krenzisky och E. Holm utgivare av "Schackstudier", tryckt i Berlin 1921, den första svenska studiesamlingen (numera ett eftersökt samlarobjekt), samt författare tillsammans med Holm av minnesskriften "Skånes Schackförbund 1906-1916".
Not 4. Inte bara ordvalet utan även den slarvigt slängiga handstilen tyder på att Albin varit i stark affekt vid brevets avfattande.

© Rolf Littorin 2002
 
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